
Der festliche Gottesdienst stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Gemeinschaft des Teilens, ein Gedanke, der nicht nur das Leben unseres Schutzpatrons prägte, sondern auch unsere Pfarrgemeinde bis heute verbindet.
Anstelle einer klassischen Predigt trug Herbert Margreitter eindrucksvolle Zeugnisse und Geschichten vor. Neben dem Wirken des Hl. Oswald als Symbol für Nächstenliebe und Standhaftigkeit erläuterte er den Anwesenden anschaulich die Symbolik einiger unserer Deckengemälde. Zudem gewährte er besonders bewegende Einblicke in die jüngere Historie unserer Pfarrkirche und ihrer Glocken: So erinnerte er daran, wie im Jahr 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, drei unserer vier Kirchenglocken abtransportiert wurden und wie durch eine glückliche Fügung alle Glocken 1945 unversehrt nach Dalaas zurückkehrten. Besonders ergreifend war auch das Gedenken an die verheerende Lawinentragödie von 1954, die 10 Menschenleben 33 in unserer Gemeinde forderte. Die Namen der Verunglückten sind bis heute in einer unserer Glocken eingraviert – ein stummes, aber fühlbares Mahnmal der Erinnerung und der Verbundenheit.
Musikalisch wurde die Feier vom Kirchenchor feierlich umrahmt, der mit seinen festlichen Gesängen zur besinnlichen und stimmungsvollen Atmosphäre beitrug. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Pfarrei zum gemütlichen Beisammensein auf dem Vorplatz der Kirche ein. Bei einem Glas Wein, feinem Kirchenkaffee und kleinen Köstlichkeiten wurde der Gedanke der Gemeinschaft im Miteinander und im Austausch direkt erfahrbar.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses feierlichen Vormittags beigetragen haben. Das Patrozinium war auch heuer wieder ein lebendiges Zeichen des Glaubens, des Gedenkens und der gelebten Gemeinschaft.